Fischland – Darß – Zingst | Urlaub zwischen Ostsee und Bodden

Früher haben wir öfter Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern gemacht. Es bot sich einfach an, denn Rebekka hat eine zeitlang in Rostock gelebt. So konnte man einen Besuch beim Schwesterherz hervorragend mit ein paar schönen Tagen an der See verbinden.  Damals waren wir jedoch hauptsächlich in Warnemünde und Kühlungsborn. Dieses Mal sollte es noch weiter in den Norden gehen: auf die Halbinsel Fischland – Darß – Zingst. Die Halbinsel ist 45 km lang und trennt die Darß – Zingster Boddenkette von der offenen See. Der südwestlichste Teil der Halbinsel ist das Fischland, gefolgt vom Darß und dem Ostseeheilbad Zingst.

Es war nicht so, dass ich dachte ich müsste unbedingt einmal auf den Darß. Es war eher ein glücklicher Zufall, dass wir uns für diese schöne Urlaubsregion entschieden haben. Mein Mann nimmt gerne an Laufveranstaltungen teil und wurde Ende letzten Jahres von einem Freund gefragt, ob er nicht Lust hätte beim Darß Marathon an den Start zu gehen. Natürlich hatte er das! Warum dann also nicht den Lauf mit einem kleinen Familienurlaub verbinden!?

Unsere Ferienwohnung lag in Born auf dem Darß. Ein echt schönes kleines Örtchen mit vielen toll restaurierten alten Reetdachhäusern. Durch den Ortskern führt eine mit Kopfstein gepflasterte Straße auf der bei schönem Wetter definitiv mehr Fahrradfahrer als Autofahrer unterwegs sind. Von unserer Wohnung waren wir zu Fuß in 5 Minuten am Bodden. Besonders gerne sind wir am Abend dorthin gegangen, wenn die Sonne unterging.

Da man im April ja nie weiß, wie das Wetter so wird (und an der See schon mal gar nicht!), haben wir uns im Vorfeld keine großen Gedanken gemacht, was wir im Urlaub sehen oder unternehmen wollten. Der Plan war aufstehen, aus dem Fenster gucken und dann je nach Wetterlage spontan entscheiden. Das haben wir auch gemacht und es hat super geklappt. Die meisten Tage hatten wir wirklich Glück mit dem Wetter, so dass wir viel unternehmen konnten. Ich denke, ich zeige Euch am besten meine Highlights!

Ahrenshoop

Eine Tour nach Ahrenshoop lohnt sich auf alle Fälle. Nicht nur tagsüber um den schönen Strand zu genießen, sondern auch gegen Abend. Dann kann man den schönen Sonnenuntergang entweder direkt am Strand oder auf der Dachterasse des Hotels „The Grand“ bei einem leckeren Getränk geniessen. Der Ausblick von dort oben ist einfach traumhaft – auf der einen Seite die Ostsee, auf der anderen Seite der Bodden.

Prerow

Prerow ist etwas belebter als Born. Es gibt eine Vielzahl von Cafés und historischen Häusern aus der Jahrhundertwende. Weniger gut hat uns der Weg zur Seebrücke gefallen. Die kleinen Buden, die den Weg säumen, passen irgendwie nicht so ins Bild. Mag aber auch daran liegen, dass an dem Tag etwas weniger los war und man die Buden dadurch stärker wahrgenommen hat. Who knows!

Zingst

An unserem ersten Tag waren wir in Zingst am Hafen. Der Hafen ist zwar klein, bietet aber viel Gastronimie rundherum. Ehrlich gesagt, möchte ich mir aber nicht vorstellen, was da im Sommer los ist. Es dürfte schwierig sein einen Fuß an den Boden zu bekommen. In der Nebensaison, so wie zu unserer Zeit, war es super. Ansonsten ist der Ort an sich ganz hübsch, aber auch nicht spektakulär.

Graal – Müritz

Graal-Müritz erstreckt sich über 5 km entlang des Ostseestrandes. Sand soweit das Auge reicht! Hinter den Dünen gibt es einen breiten Fußgänger – und Radfahrerweg. Der ist wirklich goldwert, wenn man keinen „strandtauglichen“ Kinderwagen hat und dennoch das Meer sehen und rauschen hören möchte. Graal-Müritz ist auch bekannt für seinen Rhododendronpark, der besonders schön sein muss, wenn er im Mai/Juni in voller Pracht blüht. Leider hatte die kleinen Löwin an dem Tag so richtig schlechte Laune, so dass wir uns den Park für den nächsten Besuch aufgehoben haben.

Auch wenn es von Köln eine ganz schön lange Fahrt auf den Darß ist, kann ich mir sehr gut vorstellen noch einmal wiederzukommen. Wer weiß – vielleicht schon zum DarßMarathon 2019!?

Liebe Grüße,

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