Neuseeland Teil 3 | Milford Sound & Co.

Der Milford Sound ist mit seinen steilaufragenden Gipfeln definitiv eines der Wahrzeichen Neuseelands. Er liegt mitten im Nationalpark Fiordland. Irgendwo habe ich sogar gelesen, dass an keinem anderen Ort Neuseelands so viele Fotos geschossen und online gestellt werden wie vom Milford Sound! Und das glaube ich sofort. Und verrate ich Euch warum!

Tag 10: Dieses Mal wollten wir uns den Milford Sound nicht wieder entgehen lassen. Auf keinen Fall. Bei unserem letzten Besuch hatten wir Pech. Es war in Fiordland noch so kalt und schneereich, dass wir Schneeketten gebraucht hätten. Und auf diese Erfahrung wollten wir mit unserem Camper doch gerne verzichten. Da es von Queenstown noch ein ganzes Stück bis zum Milford Sound ist, entschieden wir uns für einen Zwischenstopp in Te Anau. Te Anau ist der größte See der Südinsel bzw. der zweitgrößte Neuseelands, umgeben von den Buchenwäldern des Fiordland-Nationalparks. Eine traumhaft schöne Kulisse. Daher ist es mir bist jetzt unerklärlich, wie ich vergessen konnte davon Fotos zu machen. Bitte entschuldigt! Wer übrigens nicht selbst in Richtung Milford Sound fahren möchte, der kann bereits in Te Anau eine Vielzahl von Touren (Transport inkl.) buchen. Wir hatten uns allerdings dazu entschieden selbst zu fahren und ein paar Minuten am nächsten Morgen früher aufzustehen um vor dem all morgendlich einsetzenden Camper- und Bus-Konvoi aufzubrechen.

Tag 11: An diesem Morgen waren wir frühe Vögel. Wir wollten die schöne Bergstrecke von Te Anau zum Milford Sound, durch die weitgehend unberührte Landschaften noch ohne eine Vielzahl anderer Touristen geniessen. Und das war gut so. Jedoch war Petrus uns an diesem Tag nicht wohl gesonnen. Aber das lag weniger an uns – als an der Region. Am Milford Sound ist das nicht selten. Denn Nebel und Regen bestimmen hier das Wetter.

Trotz immer wieder starker Regenfälle entschieden wir uns für eine Schiffstour durch den Sound. Ich gebe zu, dass meine Laune zwischenzeitlich auf dem Tiefpunkt war. Ich dachte so viel Pech könnte man doch gar nicht haben. Aber kaum waren die Tickets gebucht, wurde das Wetter besser. Immer mal wieder zeigten sich jetzt blaue Flecken am Himmel. Das reichte mir. Ich war wieder versöhnt.

Milford Sound Milford Sound_1 Milford Sound_3Die Tour mit dem Schiff war wirklich toll. Die zum Teil 1200m hohen Steilwände wirken vom Schiff aus noch gigantischer und beeindruckender. Was ich gar nicht mehr für möglich gehalten hätte. Man blickt auf unzählige Wasserfälle, die hunderte Meter tief in die Tasman See stürzen. Atemberaubend!

Milford Sound_4 Milford Sound_5Wieder auf dem Rückweg legten wir noch mehrere Stopps entlang der Strecke ein. Fiordland ist einfach traumhaft schön. Jedoch definitiv kein Geheimtipp. Wir sind auf unserer gesamten Tour bereits auf sehr viele andere Touristen gestoßen, aber der Milford Sound toppte alles. Ein Bus nach dem nächsten schlengelte sich entlang der Bergstraße. Das nimmt einem leider doch so ein bißchen das Gefühl von Freiheit und Idylle. Aber gut. Nachvollziehbar. Wir wollten ja schließlich auch unbedingt dahin!:-)

Milford Sound_6 Milford Sound_7 Milford Sound_8Zurück in Te Anau überlegten wir den nächsten Tag noch an den Doubtful Sound zu fahren. { Doubtful Sound daher, weil Käpitan James Cook sich 1770 nicht in diesen Fjord hinein wagte. Zu groß waren die Zweifel aus dem schmalen Ausgang wieder heraus zu kommen.} Da für den nächsten Tag jedoch kein besseres Wetter vorhergesagt wurde, entschieden wir uns dagegen und machten stattdessen noch am späten Nachmittag nur einen kurzen Ausflug nach Manapouri. Der Ort, wo die Schiffe für den Doubtful Sound ablegen. Diesen kann man nämlich nicht mit dem Auto erreichen.

Oban_1 Oban_2Tag 12: Schon vor Beginn der Reise planten ganz an die Südspitze der Insel zu fahren. An den so ziemlich weitentferntesten Punkt, der nur geht. So sind wir an diesem Morgen Richtung Invercargill aufgebrochen. Aber plötzlich war uns das nicht mehr weit genug weg. „Das geht doch noch weiter weg“, dachten wir uns auf der Fahrt und entschieden uns spontan für eine Tour nach Stewart Island. Die Fähren nach Stewart Island legen in Bluff ab. Bluff ist somit quasi die Endstation der Südinsel.

Stewart Island liegt 32 km von der Südinsel entfernt. Getrennt durch eine der rauesten Meeresstraßen der Erde. Die Überfahrt dauerte ca. 1 Stunde und hatte es wirklich in sich.  Kurz nach Ablegen des Schiffes lagen bereits viele quer in den Reihen um gegen Ihre Übelkeit anzukämpfen. Mal mehr, mal weniger erfolgreich. Ich bin wirklich heilfroh, dass mir kein Wellengang was anhaben kann. Mein Magen ist robust. Auf dieser Tour wusste ich das wieder einmal mehr zu schätzen.Oban_9Oban_3Der Hauptort der Insel ist Oban. Dort befindet sich ein Museum, ein Supermarkt und auch ein Landeplatz, aber ansonsten ist Oban sehr überschaubar. Aber wen wundert es. Die Insel hat auch nur knapp 450 Einwohner. Vom Hafen aus führt eine dreistündige Tour zum Ackers Point. Dieser Wanderweg entlang der Küste und der Küstenwälder endet an einem Leuchtturm, von dem einen tollen Blick auf die umliegenden Inseln hat. Abends sollen am Leuchtturm sogar kleine Zwergpinguine zu hören sein, die vor der Küste warten bis sie sich bei Nacht wieder an Land trauen.

Oban_8Oban_6 Oban_5Oban_4Zurück im Ort sind wir auf der anderen Seite des Hafens noch an den Strand. Dieser war fast menschenleer. Nur zwei Inselharte, die bei den Temperaturen etliche Minuten in dem doch noch sehr kalten Wasser augeharrt haben. Hut ab! Ich dachte ich friere mir schon die Zehenspitzen ab als ich nur für 1 Minütchen die Füße ins Wasser hielt.

Oban_7Zum Glück hatten wir auf der Rückfahrt nicht mehr ganz so viel Wellengang wie auf der Hintour. Obwohl in der Zwischenzeit vermutlich für Nachschub an Tüten gesorgt wurde:-) Wieder in Bluff angekommen, machten wir noch einen Abstecher an den Bluff Hill. Zum einen hat man von hier einen wunderbaren Überblick über den Hafen mit seinen zahlreichen Kränen, zum anderen weisen einem Schilder den Weg nach Hause.

Oban_10Aber nach Hause wollten wir ja noch nicht. Schließlich blieben uns ja noch ein paar Tage in Neuseeland – und die wollten genutzt werden. Also schmiedeten wir abends gleich wieder neue Pläne für die nächsten Tage! Und wo uns unsere Reise noch hinführen sollte, das verrate ich Euch beim nächsten Mal!

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5 Kommentare

  • antworten
    G, und M.
    31. Januar 2016 at 6:01

    Fotos und Bericht sehr interessierend und gut . Da müssen wir auch mal hin Scheint ein äusserst schönes Land zu sein. Auf nach Neuseeland !

    • antworten
      Jennifer
      31. Januar 2016 at 8:58

      Ohja, das solltet Ihr auf jeden Fall machen. In Neuseeland gibt es viel zu entdecken. Da würde man am liebsten hin auswandern.;-)

      Ganz liebe Grüße Euch beiden nach Christchurch!!♡

  • antworten
    Britta
    9. Februar 2016 at 22:23

    Oban…trotz des kalten Wassers würde ich da gerne Urlaub machen! Wenig Einwohner, tolle Landschaft, die so beruhigend ausschaut!

    Mit Matthias hätte ich auch in den Reihen gelegen und gehofft, dass die Fahrt bald vorbei ist!

    Bilder von dir von deinem Mann wieder ganz ganz toll!

    Ich mag auch nicht so gerne Touristenaufläufe; eure Bilder spiegeln das aber auch nicht wieder.
    Man denkt, dass ihr fast alleine ward :-)

    Bis ganz bald,
    Britta

    • antworten
      Jennifer
      10. Februar 2016 at 20:25

      Liebe Britta,

      ich bin mir sicher, dass Dir Oban und die ganze Insel richtig gut gefalle würde. Und für Deinen Matthias wäre sicher auch was dabei! Nur mit dem Boot müssten wir uns was einfallen lassen :-)) …vielleicht besser rüber schwimmen??

      Liebe Grüße
      Jenny

      • antworten
        Britta
        12. Februar 2016 at 19:55

        Jaaaaa, mit dem Schwimmen würde ich ihn sofort kriegen! Oban könnt‘ was geben :-)

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