Städtetrip nach Berlin | Erkenntnisse eines Selbstversuches

Man soll doch bekanntlich immer da weitermachen, wo man aufgehört hat! Richtig? Warum sollte das bei einem Jahreswechsel anders sein? Also ich wüsste keinen Grund! Daher wollte ich das Jahr 2015 genauso knallermäßig beginnen, wie sich das Jahr 2014 präsentiert hat. Nämlich ganz und gar supercalifragelistikexpialigetisch!!

Also habe ich mich direkt an Neujahr für ein verlängertes Wochenende mit meinem Lieblingsmann auf den Weg nach Berlin ins Grand Wyndham gemacht.

GrandWyndham

Ihr müsst wissen: Ich liebe Berlin! Und eigentlich ist die Stadt auch jedes Jahr ein fester Bestandteil der gemeinsamen Wochenendplanung mit meiner Schwester. Eigentlich. Denn 2014 haben wir das irgendwie nicht geschafft. Und daher musste mein Mann jetzt dafür herhalten. Und was soll ich sagen…es war anders!

Oh nein, jetzt bitte nicht falsch verstehen. Es war eine ganz tolle Zeit und es war sicher auch nicht unser letzter Berlin-Trip, aber – es war nun mal anders! Anders als sonst.

Daher hier meine wesentlichen Erkenntnisse aus dem Selbstversuch “Städtetrip mit männlicher Begleitung”:

  • Anders als wenn man mit seiner besten Freundin (das kann natürlich auch die Schwester sein!) unterwegs ist, braucht man sich keine Gedanken um tolle Geschäfte in angesagten Vierteln zu machen. Die Motivation zum Shoppingbummel lässt überproportional von Laden zu Laden nach. ( So geschehen am Boxhagener Platz in Friedrichshain – eine Schande!)
  • Man muss sich auch keine Gedanken darum machen, wie man denn die ganzen Einkaufstaschen nach Hause bekommt. Welche Einkaufstaschen? Denn Männer haben mitunter ein ganz wunderbares Talent einen unsanft aus dem Kaufrausch in die Realität zurückzuholen. (“So was haben wir doch schon!”, “Wo wollen wir das denn noch lassen?”)
  • Dafür kann man mit Ihnen ganz wunderbar “Warenträger-Karussell” spielen. Kennt Ihr das? So nenne ich es immer, wenn mir mein Mann in einem Geschäft gedankenverloren einfach nur hinterherstapft. Selbst die mehrfache Umkreisung ein und desselben Warenträgers fällt Ihnen dann oftmals nicht auf.
  • Die vielen tollen Cafés am Straßenrand, die nur darauf warten von schnatternden Gästen betreten und mit Leben gefüllt zu werden, werden einfach übersehen oder nahezu konsequent ignoriert. ( “Ok, ein Käffchen, aber dann müssen wir auch weiter!”)
  • Als Frau ist man auch gerne bereit sich 20 Minuten in eine Schlange zu stellen um seinen Liebsten eine individuelle selbstkreierte Rittersport mitzubringen. Als Mann eher nicht. (“Du willst Dich doch da jetzt nicht anstellen, oder?, “Stehen die etwa alle wegen einer Schokolade an?”)
  • Wenn man nicht frühzeitig interveniert, wird die beim Shopping eingesparte Zeit auch gut und gerne für ein paar Museumsbesuche verplant. Ich rate daher: Macht Euch bereits vor dem Städtetrip schon mal mit den vorhandenen Museen vertraut. Dann könnt Ihr die Wahl des Museums zumindest positiv für Euch beeinflussen. (z.B. “The Story of Berlin” – absolut sehenswert!)

Na gut, ich gebe zu, dass es in einigen Punkten etwas überspitzt dargestellt ist, aber ich hoffe mein Mann verzeiht es mir und wird auch weiterhin noch tolle Städtetrips mit mir planen und unternehmen. Denn…

  • mit wem soll ich denn abends sonst romantisch bei Kerzenlicht essen gehen? (hier kann ich Euch das Restaurant “Alpenstück” in Mitte sehr empfehlen!)
  • wer rennt sonst mitten in der Nacht noch zum “Späti” um mir eine Tafel Schokolade zu kaufen?
  • wer beschützt mich sonst vor den unheimlichen Gestalten am S-Bahnhof Kottbusser Tor?
  • wer zeigt mir sonst, wo es den besten Döner der Stadt zu essen gibt?
  • und mit wem soll ich sonst solche lustigen Photos im Retro-Automaten machen? 😉

Photoautomat

Hach, es war wirklich eine tolle und sehr lustige Zeit und ich freue mich jetzt schon, wenn ich das nächste Mal wieder in Berlin bin!

Alexanderplatz

In diesem Sinne…

Macht´s jut!

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